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Dienstag, 18. August 2020

FHIR DevDays Virtual

 FHIR DevDays Virtual vom 17.bis 20.11.2020

 
Die FHIR DevDays haben inzwischen eine siebenjährige Tradition als das größte internationale FHIR-Event. 
Entwickler, Spezifizierer, Anwender, Entscheider und Interessenten aus aller Welt treffen sich alljährlich im November in Amsterdam. Umständehalber finden die diesjährigen DevDays als virtuelle Veranstaltung statt. Damit entfällt zwar das legendäre Amsterdamer Rahmenprogramm, aber dafür erfordert die Teilnahme einen erheblich geringeren Zeit- und Kostenaufwand. 

Von Big Tech (Apple, Google, Microsoft...) über beliebte Tool-Schmieden (Firely, Hapi,...) bis hin zu Patienten-Initiativen erfährt man hier alles über die neuesten Entwicklungen und weltweiten Aktivitäten der FHIR-Anwender. 

In knapp hundert verschiedenen Präsentationen, Diskussionen und Workshops kann man in drei Tagen so viel FHIR-Informationen aufnehmen wie nirgendwo sonst. Teilnehmer erhalten im Anschluss an die Veranstaltung exklusiven Zugang zu den Video-Aufzeichnungen der Talks.

Wir sind stolz, die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder als Partner unterstützen zu können!

Die Anmeldung ist ab sofort auf www.devdays.com möglich.

Dienstag, 11. Juni 2019

FHIR DevDays in Tweets (Tag 1)

Wir sind live auf den FHIR DeveloperDays auf dem Microsoft Campus in Redmond!
Ein Bericht in Tweets:













Mittwoch, 6. Juni 2018

Apple-Update

Es gibt Neuigkeiten zum Thema "Apple on FHIR" und damit ein weiteres Argument für "Argonaut für Deutschland":

Apple hat nun die "Health Records API" für Entwickler verfügbar gemacht:
zur Pressemeldung
zur technischen Dokumentation


Quelle: www.apple.com

Unklar ist derzeit noch, ob sich das DSTU2-basierte Framework von Apple auch mit aktuelleren FHIR-Releases nutzen lässt. Es ist jedoch davon auszugehen, das Apple die aktuelle Version "STU3" überspringt und dann Anfang 2019 auf das normative "Release 4" geht, analog zur Roadmap des US-amerikanischen Argonaut-Projektes.

Update zum Update (6.6.2018 13:30h):
Nach unseren Recherchen ist Apple Health derzeit noch ausschließlich nutzbar auf Geräten, deren Region auf "United States" eingestellt ist und auf die Kommunikation mit einer der 40 kooperierenden Kliniken in den USA limitiert. Zur Roadmap bezüglich der FHIR-Versionen liegen uns derzeit noch keine Informationen vor.

Update zum Update zum Update (6.6.2018 19:30h):
Hier kommt das Video und die weiteren Infos von der  Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) 2018:
https://developer.apple.com/videos/play/wwdc2018/706/

Freitag, 18. Mai 2018

Argonaut für Deutschland


Benötigt Deutschland ein "Argonaut-Projekt"?


In einem vorherigen Beitrag ("Funktioniert Apple Health auch in Deutschland?") haben wir erläutert,
welche Voraussetzungen in den USA für die rasche Umsetzung von FHIR-Schnittstellen bei den Systemherstellern sorgen.

Dabei sind zwei Aspekte besonders interessant:

  1. das Subventionsprogramm im Rahmen des "HITECH Acts", das finanzielle Anreize für die Implementierung schafft
  2. ein fest vereinbarter Datensatz (hervorgegangen aus dem "Argonaut"-Projekt), bestehend aus etwa einem Dutzend FHIR-Ressourcen, mit fest vorgegebenen Pflichtfeldern und Terminologien, als "kleinster gemeinsamer Nenner" dieser Implementierungen.

Während sich ein 27 Milliarden dickes Subventionsprogramm für deutsche Systemhersteller im Gesundheitswesen nicht so ohne weiteres aus dem Ärmel schütteln lässt, so ist zumindest die Festlegung eines Minimal-Datensatzes, analog zu Argonaut, kein Hexenwerk.

Ein genauerer Blick in den "Argonaut Data Query Implementation Guide" zeigt, dass einige der dort definierten Ressourcen (z.B. Patient, Condition, AllergyIntolerance, Medication, Procedure...) zum Großteil über nur sehr wenige Pflichtfelder verfügen, andere (Goal, CarePlan, CareTeam) bestehen lediglich aus Freitexten oder dienen der logischen Gruppierung von Ressourcen.

Dennoch reichen die Vereinbarungen aus, um Diagnosen, Allergien, Impfungen, Medikations-, Vital- und Labordaten strukturiert und standardisiert über eine offene API zur Verfügung zu stellen.

Das Argonaut-Projekt hat darauf basierend bereits viele interessante Entwicklungen hervorgebracht, darunter nicht zuletzt die Möglichkeit für Patienten, Gesundheitsdaten auf das iPhone zu übertragen oder klinische Daten für die Forschung bereitzustellen ("Sync-4-Science"). Insbesondere für den Datentransfer zu und zwischen elektronischen Patientenakten, wie sie derzeit z.B. von der Techniker Krankenkasse betrieben werden, sind die Argonaut-Daten qualitativ und quantitativ ideal.

Um für deutsche Hersteller eine vergleichbaren Minimal-Datensatz zu erstellen, braucht es relativ wenig. Für einige der Ressourcen existieren bereits deutsche Basis-Profile, andere können ohne Änderung aus Argonaut übernommen werden.
Die größte Herausforderung besteht darin, einen adäquaten Ersatz für die in Argonaut häufig verwendeten, internationalen SNOMED-Terminologien zu finden, da für deren Nutzung in Deutschland keine landesweite Lizenz existiert und damit für Hersteller und Anwender nicht unerhebliche Lizenzkosten entstehen würden.

Das Technische Komitee für FHIR von HL7 Deutschland e.V. sucht derzeit nach Herstellern und Organisationen, die Interesse an einem "Deutschen Argonaut-Projekt" haben, sich an der Spezifikation des Datensatzes beteiligen möchten oder eine darauf basierende Implementierung erwägen.

Die Diskussion findet im internationalen FHIR-Community-Chat statt. Die Anmeldung ist kostenlos. Interessierte, Neugierige und Schaulustige sind herzlich willkommen!

Donnerstag, 12. April 2018

Apple on FHIR auf der ConhIT-Innovationssession

Mit der Frage "Funktioniert Apple Health auch in Deutschland?" beschäftigen wir uns auf der ConhIT Innovationssession.

Datum:18. April 2018
Zeit: 14:15 - 15:30 Uhr
Ort: Networkingfläche, Halle 4.2

Besuchen Sie uns auch auf unserem Stand D-103 in Halle 4.2!

Montag, 19. März 2018

Funktioniert das neue Apple Health auch in Deutschland?

Quelle: Wellness Corporate Solutions
Unlängst kündigte Apple für die neue Version seines mobilen Betriebssystems iOS 11.3 eine Neuerung für Apple Health an, die für einige Verwunderung sorgte:

Basierend auf dem HL7 Standard FHIR soll der Datentransfer zwischen Krankenhaus-/ Praxisverwaltungssystemen und Patienten-Smartphones ermöglicht werden.

Wie ist das möglich? Braucht es wirklich nur einen pfiffigen neuen Kommunikationsstandard um alle Barrieren, die uns im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen bereiten, mit einem einzigen iPhone-Update niederzureißen?


Ist das, was in den USA anscheinend so mühelos funktioniert auch in Deutschland möglich?

Technisch betrachtet würde das Verfahren auch bei uns funktionieren. Allerdings besteht in den USA die einzigartige Situation, dass mit Hilfe des Subventionsprogrammes ("Meaningful Use") im Rahmen des HITECH Acts (Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act) durch den ONC (Office of the National Coordinator for Health Information Technology) konkrete und verpflichtende Vorgaben auf nationaler Ebene gemacht wurden, welche Daten KIS und PVS-Systeme über eine offene API verfügbar machen müssen.
Konkret wurden die gesetzlichen Anforderungen von den US-Herstellern durch die Implementierung der FHIR-API in Kombination mit dem SMART-Framework für die Authentifizierung und Autorisierung von Apps implementiert.
Das Mapping des Datenkatalogs auf FHIR fand im Argonaut-Project statt, einem Zusammenschluss der Hersteller zur Förderung von FHIR.
Diese Regelung trat zum 1.1.2018 in Kraft, so dass Apple sich darauf verlassen kann, in den meisten amerikanischen Kliniken diese standardisierten Schnittstellen anzutreffen, die einen genau definierte Menge an Daten zur Verfügung stellen.

Die USA werden nun die Früchte geerntet, die vor fast 10 Jahren mit einer Gesetzesinitiative von Präsident Obama gesät wurden!

Eine entsprechende Initiative deutscher Gesetzgeber gibt es hingegen nicht. Es gibt weder einen definierten Datenkatalog, noch nationale Vorgaben zu den zu verwendenden Terminologien, noch eine verbindliche Vorgabe, die Hersteller dazu zwingt oder zumindest ermutigt, solche Schnittstellen umzusetzen.

Zwar gibt es in Deutschland agierende Hersteller, die die Meaningful-Use-Schnittstellen aufgrund einer internationalen Produktpalette implementiert haben, jedoch basieren diese auf dem amerikanischen Datenkatalog, der hierzulande nur eingeschränkt nutzbar ist. (Bspw. kommen dort SNOMED-Terminologien zum Einsatz, für die in Deutschland der Kauf einer Lizenz erforderlich wäre, ebenso enthält der dort verwendete Medikamenten-Katalog "RxNorm" nicht die in Deutschland zugelassenen Medikamente; die Erfassung von Datenelementen wie "Rasse" und "Ethnizität" sind in den USA verpflichtend, in Deutschland jedoch verboten.

In so fern würde Apple's Health-App in Deutschland auf keine kompatiblen KIS- oder PVS-Systeme stoßen.

...vorher muss Deutschland seine Hausaufgaben machen.

Insgesamt liegt Deutschland bei der Entwicklung national einheitlicher Standardisierungs-Konzepte für das Gesundheitswesen und der Adaption neuer Technologien wie FHIR im internationalen Vergleich weit hinten.
Selbst Vietnam und Chile sind da deutlich weiter.

Während die Politik noch zaudert, arbeitet die Deutsche FHIR-Community an Lösungen!

Auch ohne politisches Mandat interessieren sich mehr und mehr Organisationen, Hersteller und Implementierer für die Nutzung von FHIR in Deutschland. In einer offenen Community wird seit Monaten fleißig am Deutschen FHIR Implementierungsleitfaden gearbeitet.

Mitmachen ist erwünscht!