Posts mit dem Label Medikationsplan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Medikationsplan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 11. April 2018

Medikationsplan on FHIR - Der Workshop

Im Rahmen des HL7 International Working Group Meetings findet am 11. Mai 2018 im Maritim-Hotel Köln ein Workshop zum FHIR-basierten MedikationsplanPlus statt.

Der Workshop richtet sich an Personen, die bislang noch keine Erfahrung mit FHIR oder der MedikationsplanPlus-Spezifikation haben oder ihr vorhandenes Wissen vertiefen möchten.

Die Veranstaltung ist in vier Blöcke unterteilt:

12:00-13:30 Einführung in FHIR
14:00-15:00 Medikationsplan Überblick
15:30-17:00 Hands-on Workshop 1: cross-plattform FHIR-Apps mit NativeScript
17:30-19:00 Hands-on Workshop 2: FHIR implementieren mit dem Java-Framework

Dozenten: Simone Heckmann, Stefan Lang, Patrick Werner und Kai U. Heitmann

Auf dem Connectathon geht's weiter...


FHIR Connectathon San Antonio '17
Wer danach mit der Implementierung gleich durchstarten möchte, oder sogar schon eine (halb-)fertige FHIR-Implementierung hat, kann diese auf dem unmittelbar anschließenden 18. FHIR-Connectathon vom 12.-13. Mai testen und weiterentwickeln.
Unterstützt von einer großen Community und FHIR-Experten aus aller Welt, geht die Arbeit um vieles leichter!
Auf einem speziellen Track können Gleichgesinnte gemeinsam an Medikationsplan-Apps tüfteln

Aber auch fremd-testen ist erlaubt: Über 20 verschiedene Themenschwerpunkte stehen auf dem Connectathon zur Auswahl.


Die Anmeldung zu beiden Events erfolgt über HL7.org 
(dazu ist eine kostenlose Registrierung erforderlich).
Bis zum 17. April gibt es noch Early-Bird-Discounts!

Falls Sie Fragen zu der Veranstaltung haben, kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular oder sprechen Sie uns auf unserem ConhIT-Stand D-103 in Halle 4.2 an. 

Dienstag, 14. November 2017

FHIR-Anwendungen von A-Z

FHIR, der neue webbasierte Standard aus der HL7 Familie, findet dieser Tage viel Beachtung, wird jedoch häufig in einem Atemzug mit "mobilen Apps", "Wearables" und anderen "Gadgets" genannt, die zur Einschätzung verleiten, dass es sich bei FHIR-Implementierungen eher um Spielzeug als um unmittelbar nutzbringende Entwicklungen handelt.

Doch die potentiellen Einsatzbereiche für FHIR gehen weit über das Mobile Computing hinaus.

FHIR kann mehr als "mobile Apps"

FHIR basiert auf etablierten und weit verbreiteten Web-Technologien. Diese solide Basis zusammen mit einem Framework aus modularen Objekten, die verlinkt und dadurch immer wieder neu kombiniert und zu komplexen Strukturen zusammengefügt werden können, machen FHIR zu einer hochgradig flexiblen und skalierbaren Lösung, nicht nur zum Datenaustausch, sondern auch als standardisiertes Format für die Speicherung, Modellierung und Validierung von Daten.

FHIR ist anders als bisherige Standards

Anstatt Informationen zu einem Dokument oder einer Nachricht aggregiert von Sender zu Empfänger zu schicken, erhalten die einzelnen Informationseinheiten eine URL, auf die FHIR-Systeme wie ein Browser auf eine Webseite zugreifen können, nach denen sie "googeln" oder die sie herunterladen können. Konsequenter Weise sind diese Informationen über eben jene URLs miteinander verlinkt.

Die Informationseinheiten werden als "Ressourcen" bezeichnet. Beispiele für in FHIR definierte Ressourcen sind: ein Patient, ein Medikament, eine Allergie oder eine Diagnose.

Verlinkte, also zusammengehörende Ressourcen können - wenn erforderlich - zu einem Dokument oder einer Nachricht gebündelt versendet oder archiviert werden, so dass auch die von bisherigen Standards abgebildeten Funktionen eine Äquivalenz in FHIR finden.

Die größte Revolution ist jedoch die Abkehr vom "Push"-Modell, in dem jeder Datenempfänger darauf warten muss, dass beim Sender ein bestimmtes Ereignis eintritt, das den Dokumente- oder Nachrichtenversand auslöst, hin zu einem Query-getriebenen Ansatz, in dem Daten bereitgestellt und zu einem beliebigen Zeitpunkt in beliebigen Umfang abgefragt werden können.

"Zeige mir Deine API und ich integrier' dich"

Application programming interfaces (APIs) sind in anderen Industrien längst zum Schweizer Messer der Interoperabilität geworden. Entwickler stellen damit im Handumdrehen eine Verbindung zwischen ihrer Applikation und sozialen Netzwerken her oder integrieren die Standortdienste von Google Maps. Dass wir heute Portale nutzen können, die Hotel-, Flug- oder Produktpreise aus unterschiedlichen Systemen vergleichen und das günstigste Angebot für uns finden können, verdanken wir den APIs, die den standardisierten Zugriff auf unterschiedliche Datenquellen ermöglichen.

In Verbindung mit den standardisierten Datenstrukturen und dem Query-getriebenen Ansatz von FHIR sowie einem Framework für Autorisation und Authentifikation, ermöglichen APIs Interaktionen zwischen Systemen, die mit dem reinen Versand von Dokumenten niemals denkbar wäre.
Das Technische Komitee für FHIR von HL7 Deutschland erarbeitet derzeit eine Übersicht möglicher Einsatzszenarien mit Erläuterungen und weiteren Informationsquellen, die in Kürze auf den Wiki-Seiten von HL7 Deutschland veröffentlicht wird. 

Eine (unvollständige) Vorschau:

-A-
Arzneimittelwechselwirkungen
Ärzteverzeichnis
AuditTrails
Authentifikation und Autorisation

-B-
Big Data Analytics

-C-
Chemotherapie 
Clinical Decision Support

-D-
Dokumentenaustausch

-F-
Fragebögen und Formulare

-G-
Genomics

-H-
Hilfsmittelverzeichnis

-I-
IHE-Profile

-K-
Konformitäts- und Kompatibilitätsprüfung
Klinische Studien

-L-
Logische Modelle

-M-
Medikationsplan

-N-
Nachrichtenbasierte Kommunikation

-O-
Ontologien

-P-
Patient Empowerment
Personalisierte Medizin
Phamakogenomische Studien

-Q-
Query-getriebene Kommunikation

-R-
RDF - Resource Description Framework

-S-
SMART on FHIR
Strukturierte Dokumente

-T-
Terminvereinbarung
Terminologie-Dienste

-U-
Ultrakurzformat (Medikationsplan)

-V-
Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)
Veterinärmedizin




Montag, 13. November 2017

IHE-Profil "MMA": Mobile Medikamenten-Administration mit FHIR

Quelle: https://www.mechatronic.de
Das IHE-Profil "Mobile Medication Ad­mi­ni­stra­tion" (MMA) definiert die Integration von mobilen Pflege-Do­ku­men­tations­sytemen, Patienten-Apps, in­telli­genten Medi­kamen­ten-Dis­pensern und anderen, die Medikamenten-Verabreichung unterstützenden Anwendungen, mit einer elektronischen Patientenakte, wie zum Beispiel einem Krankenhaus- oder einem Praxis-Infor­mations­system.
Es ist damit Teil einer Serie von IHE-Profilen, die auf HL7 FHIR als Mechanismus für die Interaktion zwischen Primärsystemen und mobilen Endgeräte setzen. Weitere Profile werden künftig den gesamten Medikations-Workflow abdecken.

MMA beschreibt zwei Aspekte der Medikamenten-Verabreichung:

  1. Die Übermittlung geplanter Medikamenten-Verabreichungen vom Primärsystem an ein Endgerät
  2. Die Übermittlung eines Berichts über verabreichte Medikamente von einem Endgerät an das Primärsystem.
Beide Transaktionen sind optional, jedes System kann sowohl eines als auch beide Aspekte implementieren.

Typische Anwendungsszenarien sind:

  • Ein Anwendungssystem in der mobilen Pflege informiert die Pflegekraft über die Medikamente, die ein bestimmter Patient in einem bestimmten Zeitraum einnehmen muss. Die Pflegekraft dokumentiert die Abgabe der Medikamente im Anwendungssystem.
  • Ein intelligenter Medikamenten-Dispenser oder eine Smart-Phone-Applikation erhält Informationen  zur Medikamenten-Verabreichung von einem Praxis- oder Apothekensystem und erinnert den Patienten an die Einnahme seiner Medikamente.
  • Eine Smart-Phone-Applikation zur Erfassung der Patienten-Compliance im Rahmen eines Therapie-Programmes
  • Die Dokumentation der Medikamenten-Verabreichung durch eine Infusionspumpe
  • Die manuell oder durch Barcode-Scan erfasste Dokumentation verabreichter Medikamente durch eine Pflegekraft im Krankenhaus-Umfeld
Quelle: wiki.ihe.net


Das IHE-Profil ist vollständig kompatibel mit der FHIR-STU3-Spezifikation, fügt dieser jedoch zusätzliche Constraints und UseCase-spezifische Leitfäden für Entwickler hinzu.
Folgende FHIR-Ressourcen werden von MMA verwendet:
  • Patient
  • Medication
  • MedicationRequest
  • MedicationAdministration

Anwendung in Deutschland:

Für die Abbildung der Medication-Ressource speziell in Deutschland unter Verwendung der hier üblichen und verbreiteten Formen der Kodierung wird im Rahmen des MedikationsplanPlus-Projektes ein entsprechendes Profil erarbeitet. Für die Patient-Ressource gibt es in den Basisprofilen für Deutschland bereits ein lokalisierte Fassung.  Die im Rahmen der Umsetzung des Medikationsplans implementierten FHIR-Ressourcen Patient und Medication können für MMA wiederverwendet werden.