Mittwoch, 24. August 2022

Unterstützung für DiGa-Hersteller

Laut aktueller Gesetzeslage sind DiGa-Hersteller ab dem 1.1.2023 verpflichtet, die in der App erhobenen Daten strukturiert in die ePA des Patienten einstellen zu können.

Diese Anforderungen umzusetzen erfordert Zeit und Ressourcen, die viele Hersteller nicht haben.

Wir bieten eine kompetente Begleitung des gesamten Prozesses an: Von der Erstellung einer mit dem DiGA-Toolkit der KBV kompatiblen FHIR-Export-Spezifikation basierend auf Ihrem Datenmodell, über die Beantragung des Praxisausweises, bis hin zur Implementierungsunterstützung bei der Anbindung an die ePA.

Bei Rückfragen oder Interesse melden Sie sich gerne über unser Kontaktformular!

Montag, 22. August 2022

IOP Council stellt Weichen für HL7 FHIR

In der 4. öffentlichen Sitzung des "Interoperability Councils for Digital Health in Germany" wurde vergangene Woche der Kriterienkatalog für die Empfehlung von Interoperabilitätsspezifikationen an das BMG verabsschiedet.

Eine solche Empfehlung ist maßgeblich dafür, dass Spezifikationen in künftigen Gesetzen und Regelungen des BMG Berücksichtigung finden können. Der verabschiedete Kriterienkatalog sieht vor, dass Spezifikationen, in denen medizinische Daten strukturiert repräsentiert werden, auf FHIR aufsetzen müssen, um vom Expertengremium empfohlen werden zu können. Ausgenommen sind Spezifikationen, für deren Anwendungsbereich bereits anderslautende Gesetze existieren.

Ziel des Councils ist es, bei zukünftigen Spezifikationen technologische Konvergenz zu erreichen, um die Interoperabilität besser beurteilen und überprüfen zu können, mehr Wiederverwendbarkeit zwischen den Spezifikationen zu erreichen und die Aufwände für deren Implementierung zu reduzieren. 

Die Probleme, die entstehen, wenn Spezifikationen immer wieder auf anderen Basisstandards aufsetzen oder gar komplett proprietär definiert werden, hat das in der gleichen Sitzung vorgestellte Positionspapier des Arbeitskreises "Datenflow in der Onkologie" aufgezeigt: Dort wurden in den letzten Jahrzehnten über 30 Interoperabilitätsspezifikationen festgelegt, von denen jedoch keine zwei sowohl in Datenrepräsentation als auch Übertragungsprotokoll harmonisiert waren. Dies traf zunächst die Entwickler der Softwaresysteme, die zu deren Umsetzung verpflichtet waren, aber indirekt über explodierende Kosten auch die Anwender dieser Systeme und durch die schlechte Wart- und Testbarkeit der Software, hohe Arbeitsbelastung der Entwickler und geringe Wiederverwendbarkeit bereits ausführlich getesteten Codes letztendlich auch die Datenqualität und damit Patientensicherheit.

Das klare Bekenntnis zu HL7 FHIR ermöglicht es nicht nur, erstmals UseCase-übergreifende Interoperabilität herzustellen, sondern auch, die INA-Plattform zu weit mehr als einem Verzeichnis empfehlenswerter Spezifikationen weiterzuentwickeln. Da FHIR-Spezifikationen in maschinenlesbarer Form vorliegen, können diese nicht nur als Dokument publiziert werden, sondern auch als importierbares Package und als validierbares Schema, das zum Testen von Implementierungen verwendet werden kann. Perspektivisch ist auch die Publikation von Tools, Bibliotheken, Testscripten oder Referenzvalidatoren  und -implementierungen denkbar.

Bereits jetzt nutzt der Kriterienkatalog des Expertengremiums die maschinenlesbare Natur von FHIR-Spezifikationen, um deren Qualität zu beurteilen. Beispiele können automatisiert auf Konformität zur Spezifikation getestet, die Vollständigkeit und Verfügbarkeit von Terminologien geprüft und die Dokumentation mittels Templates harmonisiert werden.

Dadurch können mit INA erhebliche Mehrwerte für die Nutzer der dort veröffentlichten Spezifikationen erzeugt werden, die weit über das Herunterladen eines Dokumentes hinausgehen.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Möglichkeiten schnell und unbürokratisch realisiert werden.

Mittwoch, 15. September 2021

Was ist eigentlich ein "ImplementationGuide"?

Der Begriff "ImplementationGuide" führt im Kontext von FHIR immer wieder zu Missverständnissen.

Hier folgt der Versuch einer Klärung der häufigsten Fragen:

Was ist eigentlich ein Implementierungsleitfaden?

Wikipedia definiert den Begriff "Leitfaden" als "eine Handlungsvorschrift mit bindendem Charakter".
Im Kontext der Standardisierung kennen wir Implementierungsleitfäden als Anleitung für die Entwicklung kompatibler Softwarelösungen. Als solche präzisiert ein typischer Implementierungsleitfaden (z.B. von IHE) i.d.R. die Verwendung eines internationalen Standards im Kontext eines konkreten UseCases.

Beispiele:

  • IHE-RAD beschreibt die konkrete Verwendung von (u.A.) HL7 Version 2 Nachrichten zur Implementierung des radiologischen Order-Entry-Workflows.
  • Der Implementierungsleitfaden "Arztbrief 2014" beschreibt die Darstellung eines strukturierten Arztbriefes auf Basis von HL7 CDA
  • Der "International Patient Summary" beschreibt die Vereinbarungen für eine internationale Patientenkurzakte auf Basis von FHIR.

Für Implementierungsleitfäden gibt es Standard-übergreifend kein einheitliches Format. In der Regel handelt es sich um menschenlesbare Dokumente (PDF, HTML), die auch auf maschinenlesbare Artefakte verweisen können, aber nicht müssen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Implementierungsleitfaden und einem Profil?

Antwort 1: Es ist das gleiche!
Im Kontext von IHE-Spezifikationen beschreibt der Begriff "Profil" das Dokument, das beschreibt, wie ein internationaler Standard für einen bestimmten UseCase "profiliert" wurde, also den Implementierungsleitfaden.

Antwort 2: Es ist nicht das gleiche!
Im Kontext von FHIR versteht man unter einem "Profil" die Summe der Contraints, die beschreiben, wie ein konkreter FHIR-Ressourcentyp (z.B: "Condition") in einem konkreten Kontext (z.B. beim Datenaustausch zwischen Systemen in einem Krankenhaus) verwendet werden soll.

Die Aufgaben eines Profils sind unter anderem:

  • die Festlegung der UseCase-spezifischen Pflichtfelder
  • die Festlegung der darüber hinaus optional verwendeten Felder (mit rotem "S" gekennzeichnet)
  • die Festlegung der verwendeten Extensions 
  • die Festlegung der verwendeten Terminologien (z.B. zur Codierung von Diagnosen)
  • die Festlegung von Regeln, die erfüllt werden müssen (sog. "Invarianten")

Dabei beschreibt ein Profil aber immer nur die Constraints für einen einzigen Ressourcentyp. Um einen UseCase (z.B. eine Patientenkurzakte) zu beschreiben, benötigt man in der Regel mehrere Profile für verschiedene Ressourcentypen. Artefakte wie Extensions, ValueSet oder Datentyp-Profile sind dabei eigenständige Objekte, die von den Profilen referenziert werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem ImplementationGuide und einem Implementierungsleitfaden?

Der ImplementationGuide ist eine Resource aus dem FHIR Conformance Framework (einer Gruppierung von verschiedenen Ressourcentypen, die im Kontext der Erstellung von FHIR-basierten Spezifikationen benötigt werden), also ein strukturiertes, maschinenlesbares Objekt, das wie jede andere FHIR-Ressource wahlweise in XML oder JSON serialisiert werden kann. Es dient dazu, die Einzelteile, die einen Implementierungsleitfaden ausmachen (HTML-Webseiten mit Erläuterungstexten und darin eingebetteten Grafiken, Beispieldaten, Profile, ValueSets, Extensions ...) zu einem Paket zu verschnüren, zu publizieren und zwischen verschiedenen Tools und Systemen austauschbar zu machen. 

Für humanoide Konsumenten einer Spezifikation ist die ImplementationGuide-Ressource in der Regel uninteressant. Selbige wollen das HMTL-Dokument in seiner menschenlesbaren Form betrachten können, nicht die maschinenlesbare Auflistung seiner Einzelteile.

Während im Englischen höchstens die Anordnung der Majuskeln zur Unterscheidung von ersterem, dem "ImplementationGuide" und letzterem, dem "implementation guide" herangezogen werden kann, hat es sich hierzulande etabliert, die Ressource bei ihrem englischen Namen zu nennen, jedoch das HTML-Dokument zu "(Implementierungs-)Leitfaden" zu übersetzen.
Schwierig wird es, wenn man mit hartgesottenen FHIR-Nerds spricht, die aus ökonomischen Gründen beides unter dem Akronym "IG" zusammenfalten.

CAVE: In Simplifier, einer beliebten Plattform zur Erstellung und Publikation von FHIR-Spezifikationen, findet man in einem Projekt einerseits einen "ImplementationGuide" im Tab "Resources", andererseits aber auch das gerenderte Dokument als HTML-Seite(n) im Tab "Guides". Da hat man schnell mal daneben geklickt und wundert sich!

Vergleiche:

vs.

Wer darf Implementierungsleitfäden schreiben?

Hinter dieser Frage steckt vermutlich das größte Missverständnis!
 
Während Leitfäden in der Vergangenheit ausschließlich im Wortsinne als "Richtlinien" aus der Feder von Organisationen wie HL7, IHE oder anderen STUs (Standards Defining Organizations) verwendet wurden, gibt es in FHIR technisch keinen Unterschied zwischen 
  • der Beschreibung einer Implementierung im Sinne einer Richtlinie von Standardisierungsorganisationen an die Industrie oder 
  • der Beschreibung einer Impementierung im Sinne eines Pflichtenheftes im Rahmen einer Beschaffung/Beauftragung oder 
  • der Beschreibung einer Implementierung im Sinne einer Schnittstellendokumentation.
In allen diesen Szenarien kommen die gleichen Artefakte zum Einsatz: Profile, Extensions, ValueSets, Beispieldaten sowie ein beschreibendes, menschenlesbares Dokument; alles verpackt zu einer ImplementationGuide-Ressource.

Es sollten sich also nicht nur Mitarbeiter von Standardisierungsorganisationen mit den Resourcen und Tools des FHIR Conformance Frameworks vertraut machen, sondern auch alle, die Requirements-Engineering betreiben oder Schnittstellen implementiern und dokumentieren müssen.

Von Herstellern, die ihr Produkt als "FHIR-enabled" bezeichnen, wird erwartet, dass deren Schnittstellenspezifikation in Form eines ImplementationGuides bereitgestellt wird. Prosaische Dokumentationen in Form von unstrukturierten PDFs werden von der FHIR-Community wie auch von den FHIR-Tools und -Referenzimplementierungen als unzureichend abgelehnt.

Dabei ist der Aufwand für die Erstellung von FHIR-basierten Schnittstellendokumentationen erheblich geringer als bei der Erstellung von Spezifikationen. Oft können die Profile aus den Richtlinien, die vom Hersteller implementiert wurden, wiederverwendet werden und müssen nur durch die Nenung der optionalen bzw. die Beschreibung der zusätzlich implementierten Features ergänzt werden.

Tools wie Simplifier und der dort integrierte "ImplementationGuide Editor" oder der IG Publisher machen die Erstellung, Pflege und Publikation der Schnittstellenbeschreibung besonders einfach. 


Unsere Schulung "FHIR Spezifikation erstellen und anwenden" am 15.11.2021 gibt ein Einblick in das FHIR Conformance Framework und demonstriert das Vorgehen zur Erstellung eines eigenen ImplementationGuides anhand einfach nachvollziehbarer Beispiele.




Freitag, 19. Februar 2021

eHealth-Podcast zum Thema "FHIR"

Wir waren zu Gast beim eHealth-Podcast!

Was hat FHIR mit dem Krankenhaus-Zukunftsgesetz zu tun? Schließen sich FHIR und IHE gegenseitig aus? Wie macht man ein KIS am besten FHIR-kompatibel?  Ist HL7 Version 2 jetzt passé?

...und was meint Mr. Spock dazu?

Die Antworten gibt es hier:



Dienstag, 18. August 2020

FHIR DevDays Virtual

 FHIR DevDays Virtual vom 17.bis 20.11.2020

 
Die FHIR DevDays haben inzwischen eine siebenjährige Tradition als das größte internationale FHIR-Event. 
Entwickler, Spezifizierer, Anwender, Entscheider und Interessenten aus aller Welt treffen sich alljährlich im November in Amsterdam. Umständehalber finden die diesjährigen DevDays als virtuelle Veranstaltung statt. Damit entfällt zwar das legendäre Amsterdamer Rahmenprogramm, aber dafür erfordert die Teilnahme einen erheblich geringeren Zeit- und Kostenaufwand. 

Von Big Tech (Apple, Google, Microsoft...) über beliebte Tool-Schmieden (Firely, Hapi,...) bis hin zu Patienten-Initiativen erfährt man hier alles über die neuesten Entwicklungen und weltweiten Aktivitäten der FHIR-Anwender. 

In knapp hundert verschiedenen Präsentationen, Diskussionen und Workshops kann man in drei Tagen so viel FHIR-Informationen aufnehmen wie nirgendwo sonst. Teilnehmer erhalten im Anschluss an die Veranstaltung exklusiven Zugang zu den Video-Aufzeichnungen der Talks.

Wir sind stolz, die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder als Partner unterstützen zu können!

Die Anmeldung ist ab sofort auf www.devdays.com möglich.

Montag, 6. Juli 2020

The "limitations" of FHIR

We have been made aware of the following blog post, which raises the question of whether FHIR is fit for the 21st Century of HealthCare:


A few things...

The article proposes that "...there is a profound limitation of the FHIR standard to be fit for purpose for this interoperability of the 21st Century. That limitation lies in the guideline in development of the FHIR standard specification that calls for data represented in FHIR to be that data which is represented in eighty percent of existing electronic systems."

This is however not the definition of the 80%-rule in FHIR.
The specification says instead: "FHIR resources are designed with the 80/20 rule in mind – focus on the 20% of requirements that satisfy 80% of the interoperability needs. To this end, resources are designed to meet the general or common data requirements of many use cases to avoid the proliferation of numerous, overlapping and redundant resources." 
There is no limitation to preexisting use cases or implementations.

As examples for the limitations of the FHIR Standard, the author lists the the fact that "data such as genomic sequencing, data from the Internet of Things, data from social media and social systems, geolocation data, data from specialized diagnostic systems and from clinical trials and research[...]is all treated as an exception"

Which is an interesting point of view, considering that FHIR has been conceived as a new standard to primarily support integration with web based platforms such as social media and platform restricted mobile devices like wearables and sensor and has grown beyond this initial scope ever since.

Furthermore, genomic data has strong representation in the FHIR world, both in specification and community. 

Clinical studies and research not only features it's own set of core FHIR resources (ResearchStudy and ResearchSubject) but also provides the technological basis for science initiatives such as C3-Pro, Sync4Science or the German Medical Informatics Initiative.

It feels almost redundant to mention the geolocation extension at this point...

The article continues with "perhaps more importantly, the roles of family members and community members who are essential to the care and outcome of an individual as a patient cannot be represented at all. Family members and community members who manage technology that is more advanced than that which existed even in hospitals only 2 decades ago cannot be represented on a patient’s care team."
While scope and usage of RelatedPerson may seem somewhat limited, a quick scan of the list of resources that can reference a RelatedPerson demonstrates, that they can basically perform in any function pertaining to a patient's care, including but not limited to being a participant of the patient's CareTeam.

"It is time to also align our healthcare data standards with the reality of health and care"
I think we need to align this blog post with the FHIR specification, first of all...

...did I mention that we offer FHIR training courses...?






Mittwoch, 6. Mai 2020

FHIR-Workshop mit Java-Entwickler-Modul

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem ZTG, bieten wir einen zweiteiligen FHIR-(Online)-Workshop an:

FHIR®-Basis-Workshop mit Spezifizierer-Modul (29.6.-1.7.2020)

Dauer
: 3 Tage
Zielgruppe: z.B. Entwickler, Spezifizierer, Produktmanager, Software-Architekten
Vorkenntnisse: keine Programmierkenntnisse erforderlich. Erfahrungen mit anderen Interoperabilitätsstandards sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
Lernziele: Die technischen Grundlagen von FHIR anhand von praktischen Übungsaufgaben verstehen und anwenden können. Einführung in die Profilierung von FHIR und die Erstellung von Implementierungsleitfäden und Schnittstellenspezifikationen mit praktischen Übungen
Inhalte: Resources, REST, Transactions, Operations, Such-API, Referenzen, Questionnaires, Documents, Terminology-Framework, SMART on FHIR, IHE MHD, Conformance-Framework, Implementierungsleitfäden, Profile, Extensions, ValueSet-Binding, Validierung, Capability-Statement, Simplifier, Forge, FHIRPath Expression Language

HAPI* Client und Server Entwicklung (2.7.-3.7.2020)

Dauer: 2 Tage
Zielgruppe: Entwickler und Betreiber von Java-basierten FHIR Client- und Server-Lösungen
Vorkenntnisse: Inhalte des FHIR-Basis-Workshops, Kenntnisse in Java-Programmierung
Lernziele: Die Open Source FHIR-Referenzimplementierung „HAPI“ anhand von praktischen Übungen kennenlernen und anwenden können. Grundlagen des Betriebs, der Konfiguration und der Absicherung des HAPI OpenSource FHIR Servers verstehen und anwenden können.
Inhalte: HAPI-Library, Validator, Bundles, Transactions, Operations, Fassade, Custom Resources, JPA-Server, REST-Provider, Interceptor, Custom Validator, SMART-on-FHIR, OAUTH2, OpenIDConnect

* HAPI ist eine vollständige OpenSource Java Referenzimplementierung für FHIR (siehe: https://hapifhir.io/) Der HAPI JPA Server ist ein voll funktionsfähiger OpenSource FHIR Server

Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des ZTG.


Wer noch schneller an FHIR Know-How kommen möchte, kann noch Restplätze für unser FHIR-Kompakt-Training am 13.&14.5. ergattern:

Montag, 4. Mai 2020

KBV bittet um Kommentierung ihrer FHIR-Basisprofile

"Die Basis-Profile der KBV sind gewissermaßen eine stabile Grundlage für die Entwicklung der medizinischen Informationsobjekte (MIOs) und der FHIR®-Schnittstellen. Aus diesem Grund stimmt sich die KBV mit diversen Interessengruppen aus unterschiedlichen Sektoren ab, um die Basis-Profile so umzusetzen, dass ein Einverständnis unter Allen zustande kommt.

Diese Einigkeit findet sich somit auch in den jeweiligen Spezifikationen wieder. Die gemeinsam abgestimmten Basis-Profile werden für die MIOs und bei den jeweiligen Schnittstellen verwendet, woraus eine bessere Qualität und breitere Akzeptanz resultiert.

Ein weiterer Vorteil der Wiederverwendbarkeit der Basis-Profile ist die Vereinfachung der Implementierung der Schnittstellen in den betreffenden IT-Systemen. Dadurch wird der Aufwand reduziert und die Qualität der Umsetzung gesteigert."


Für Entwickler, Entscheider und Interessenten an den FHIR-basierten KBV-Spezifikationen bieten wir aktuell mehrere FHIR-Online-Seminare an:
https://www.xing.com/events/collections/fhir-seminare-13532

Dienstag, 21. April 2020

Virtueller FHIR Connectathon vom 13.-15. Mai

FHIR Connectathons, bei denen neue Features der FHIR (R5) Spezifikation und diverser Implementation Guides getestet werden können, finden regelmäßig in Verbindung mit der HL7 Working Group Meetings (WGM) statt.

Aufgrund der Pandemie wurde das kommende WGM, das im Mai in San Antonio, TX hätte stattfinden sollen, abgesagt. Der angeschlossene Connectathon wird aber dennoch in virtueller Form durchgeführt.

Die Tracks laufen rund um die Uhr, so dass eine Teilnahme von überall auf der Welt, unabhängig von der Zeitzone möglich ist.
Die Preise für die Registrierung sind deutlich günstiger als bei den bisherigen Vor-Ort-Veranstaltungen.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich.



Montag, 20. April 2020


BfArM empfiehlt FHIR für DiGAs

Mit der Einführung des Digitalen Versorgungs-Gesetzes am 19.12.2019  haben Versicherte in
der gesetzlichen Krankenversicherung einen Anspruch auf eine Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen, die von Ärzten und Psychotherapeuten verordnet und durch die Krankenkasse erstattet werden können.

"Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um bei der Erkennung und Behandlung von Krankheiten sowie auf dem Weg zu einer selbstbestimmten gesundheitsförderlichen Lebensführung zu unterstützen. DiGA sind damit „digitale Helfer“ in der Hand der Patientinnen und Patienten."
Quelle: BfArM

Am 17. April hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Leitfaden veröffentlicht, der Herstellern von DiGAs die Verwendung von HL7 FHIR als Basis für die Entwicklung der Apps empfiehlt.

Explizit verwiesen wird u.a. auf


FHIR Kompakt-Schulung

Am 13.&14. Mai bieten wir eine FHIR Kompakt-Schulung (online) an, für diejenigen, die sich im Rahmen eines DiGA-Projektes über den HL7 FHIR Standard informieren möchten.
Anmeldung und Details: https://www.xing.com/events/fhir-kompakt-online-2837243


Mittwoch, 15. April 2020

FHIR Kompakt und Online

Wir liefern FHIR KnowHow in kompakten Einheiten ins Home-Office, mit Zeit dazwischen für das Tagesgeschäft!

FHIR®-Kompakt-Workshop (online) vom 13.-14.5.2020


Dauer: 2 Tage (à 4h)
Zielgruppe: Entwickler, Spezifizierer, Produktmanager, Software-Architekten...
Vorkenntnisse: keine Programmierkenntnisse erforderlich. Erfahrungen mit anderen Interoperabilitätsstandards sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. XML Basiskenntnisse sind hilfreich.
Lernziele: Die technischen Grundlagen von FHIR anhand von praktischen Übungsaufgaben verstehen und anwenden können.
Inhalte: Resources, REST, Such-API, Operation-Framework, Referenzen, Terminology-Framework...
Methode: Die Schulung findet als Online-Event mit Google Meet statt. Die Übungen werden im Laufe der Schulung demonstriert und es werden Materialien zur Verfügung gestellt, um die Aufgaben im Anschluss nachvollziehen zu können.

Details und Anmeldung via XING.

Programm:

Mittwoch, 13.5.2020
10:30-12:00 - Einführung in HL7 FHIR
13:00-14:30 - FHIR Grundbausteine: Ressourcen (mit Übung)
15:00-16:00 - Die RESTful API (mit Übung)

Donnerstag, 14.5.2020
10:30-12:00 - Die Search-API (mit Übung), Operations
13:00-14:30 - Referenzen, Terminologien (mit Übung)
15:00-16:00 - Wrap Up, Fragen und Diskussion

Dienstag, 17. März 2020

Kostenloser Online-FHIR-Workshop für Studierende

Um in Zeiten der Corona-Krise die vorlesungsfreie Zeit sinnvoll zu gestalten, bieten wir unseren FHIR-Basis-Workshop einmalig kostenlos für Studierende an!

Dauer: 2 Tage
Zielgruppe: Studierende
Vorkenntnisse: keine Programmierkenntnisse erforderlich. Erfahrungen mit anderen Interoperabilitätsstandards sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. XML Basiskenntnisse sind hilfreich.
Lernziele: Die technischen Grundlagen von FHIR anhand von praktischen Übungsaufgaben verstehen und anwenden können.
Inhalte: Resources, REST, Such-API, Operation-Framework, Referenzen, Terminology-Framework, IHE

Details und Anmeldung unter https://de.xing-events.com/GRIMEMY

Montag, 9. März 2020

FHIR - Wer nutzt es, wem nützt es?

Als Trost für die abgesagte KHIT-Tagung in der kommenden Woche, finden diejenigen, die sich für unseren geplanten Vortrag "FHIR - Wer nutzt es, wem nützt es?" interessiert hätten, hier ein Interview  des Krankenhaus-IT-Journals mit Gefyra CEO Simone Heckmann zu genau diesen beiden Fragen:
http://www.medizin-edv.de/modules/AMS/article.php?storyid=4972

Simone Heckmann, Geschäftsführerin / CEO, Gefyra GmbH: „Mir ist es wichtig, dass die Krankenhäuser FHIR als eine Chance sehen, aktuelle Probleme und Herausforderungen wie z.B. Vendor-Lock-In, Patienten-Teilhabe und integration mobiler Anwendungen anzugehen und nicht nur als "schon wieder ein neuer Standard".

Donnerstag, 27. Februar 2020

eRezept und eArbeitsunfähigkeits-Bescheinigung on FHIR


Die KBV ruft zur öffentlichen Kommentierung der Spezifikationen von eRezept und eAU auf:

Öffentliche Kommentierung der eAU – FHIR-Profile in der Version 1.0.0

Der Gesetzgeber hat im Zuge der Anpassung des § 295 Abs. 1 SGB V mit Wirkung zum 1. Januar 2021 festgelegt, dass die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Einrichtungen verpflichtet sind, die von Ihnen festgestellten Arbeitsunfähigkeitsdaten aufzuzeichnen und an die Krankenkassen zu übermitteln.
Zu diesem Zwecke wurden unter https://simplifier.net/eau die FHIR-Profile für die eAU durch die KBV erstellt.
Die veröffentlichten FHIR-Profile können von allen Interessierten bis zum 13. März 2020 kommentiert werden. Für die Kommentierung benutzen Sie bitte das unter dem Link ftp://ftp.kbv.de/ita-update/Ankuendigung/Kommentierung_eAU/ veröffentlichte Kommentierungsprotokoll, welches Sie per E-Mail an ita@kbv.de einreichen können. Unter diesem Link finden Sie auch das zugehörige Informationsmodell, welches ebenfalls kommentiert werden kann.

Öffentliche Kommentierung der eRezept – FHIR-Profile in der Version 1.0.0

Der Gesetzgeber hat im § 86 Abs. 1 SGB V festgelegt, dass zuerst die Verordnung von Arzneimittel und weiteren nach §31 SGB V in die vertragsärztliche Versorgung einbezogenen Produkte elektronisch ermöglicht werden muss. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen müssen hierzu im Rahmen des Bundesmantelvertrag-Ärzte bis zum 31. März 2020 entsprechende Vereinbarungen treffen.
Zu diesem Zwecke wurden unter https://simplifier.net/erezept die FHIR-Profile für die eRezept durch die KBV erstellt.
Die veröffentlichten FHIR-Profile können von allen Interessierten bis zum 13. März 2020 kommentiert werden. Für die Kommentierung benutzen Sie bitte das unter dem Link ftp://ftp.kbv.de/ita-update/Ankuendigung/Kommentierung_eRezept/ veröffentlichte Kommentierungsprotokoll, welches Sie per E-Mail unter ita@kbv.de einreichen können. Unter diesem Link finden Sie auch das zugehörige Informationsmodell, welches ebenfalls kommentiert werden kann.
Alle eingehenden Kommentare werden vor der Veröffentlichung der FHIR-Profile beachtet und aufgrund der knappen gesetzlichen Pflichten erst im Laufe des April 2020 beantwortet.

Montag, 9. Dezember 2019

FHIR® Workshop im März 2020

Auch im kommenden Jahr setzen wir unsere erfolgreiche Kooperation mit dem Zentrum für Telematik und Telemedizin (ZTG) fort und veranstalten mehrere öffentliche FHIR-Workshops in ganz Deutschland.

Der erste Termin steht bereits fest: Vom 11.3.-13.3.2020 können Interessierte in Berlin ein umfangreiches Basiswissen über den neuen HL7-Standard "FHIR" erwerben. In kurzweiligen Präsentationen und vertiefenden Übungen vermitteln wir Wissenswertes über die grundlegenden Technologien, zeigen typische Anwendungen, stellen FHIR-basierte IHE-Profile und Tools vor und beantworten Fragen zum Einsatz von FHIR im Rahmen der MI-Initiative und der KBV-Spezifikationen. Ausführliche Informationen und Preise gibt es auf der Homepage des ZTG

Weitere Termine folgen in Kürze!

Dienstag, 29. Oktober 2019

Online-Community für Implementierer der KBV-FHIR-Spezifikationen

Für Praxis-System-Hersteller und deren Entwickler gibt es nun eine Online-Community für den Austausch rund um die Implementierung der FHIR-basierten KBV-Spezifikationen.
Diese sind aktuell:
* die Archiv- und Wechselschnittstelle
* die Verordnungssystem-Schnittstelle
* die KBV-Terminologien
* die eTerminservice-Schnittstelle

Im Stream "german/KBV" auf der Chat-Plattform der internationalen FHIR-Community können Entwickler im Kreise gleichgesinnter, der deutschen FHIR-Experten und von Vertretern der KBV, Fragen diskutieren, Ideen austauschen und gemeinsame Lösungen finden.





4. Deutscher Interoperabilitätstag & IHE/HL7 Jahrestagung: ein Rückblick

In der vergangenen Woche fand zum vierten Mal der Deutsche Interoperabilitäts-Tag in Verbindung mit der gemeinsamen Jahrestagung von IHE und HL7 Deutschland in Berlin statt. Der HL7 FHIR-Standard war in aller Munde. Eine Zusammenfassung in Tweets:

Der Oktober in Tweets: IBM, AWS, FHIR in St. Petersburg & Finnland und jede Menge Semi- und Webinare

Dienstag, 9. Juli 2019

FHIRDevDays 2019 - Überzeuge Deinen Chef!


Die Anmeldung zu den FHIR DevDays 2019 in Amsterdam ist ab sofort möglich! Wer sich bis zum 30. September anmeldet erhält 300€ Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

Um noch vor der Urlaubszeit alle erforderlichen Stempel, Unterschriften und Genehmigungen zu erhalten, haben wir auch dieses Jahr wieder den "Überzeuge-Deinen-Chef"-Brief vorbereitet:

Sehr geehrte(r) Herr/Frau <Name>,

hiermit bitte ich um Ihre Zustimmung, um an den diesjährigen HL7 FHIR Developer Days vom 20.-22.11. in Amsterdam teilnehmen zu dürfen.

Die FHIR Developer Days sind die weltweit wichtigste Konferenz für den neuen HL7 Interoperabilitäts-Standard für das Gesundheitswesen. Während der drei Tage finden zahlreiche Tutorials, Hack-a-thons und Vorträge statt. Es besteht die Möglichkeit mit bedeutenden Personen und erfahrenen Entwicklern der FHIR Community in Kontakt zu treten.

Folgende Programmpunkte sind für unser Unternehmen von Bedeutung:

<Auswahl aus https://www.devdays.com/amsterdam/program/>

FHIR ist derzeit in aller Munde. Durch die Teilnahme an den Developer Days werden wir ein besseres Verständnis für FHIR gewinnen, um auf die dem Hype zugrunde liegenden Tatsachen blicken zu können.
Nach meiner Rückkehr werde ich meine Erfahrungen an die Kollegen weitergeben, so dass wir gemeinsam in der Lage sein werden, zu entscheiden, ob und wie FHIR in unser Portfolio passt.

Die Veranstaltung wird von HL7 Niederlande, der HL7 University, Continua/PCHA, der FHIR Foundation und zahlreichen Universitäten unterstützt.
Die Harvard Medical School, Google, Microsoft, Cerner und viele andere entsenden ihre Experten, um Tutorials und Workshops zu leiten.

Die Teilnahmegebühr beträgt 1950€. Bei frühzeitiger Anmeldung bis zum 30.9.2019 gilt ein Rabatt von 300€.
Im Preis enthalten sind Mittagessen, sowie eine Abendveranstaltung am Donnerstag.

Die Kosten für Hotel und Anreise betragen <Betrag>.


Vielen Dank für Ihre Unterstützung. 

Mit freundlichen Grüßen

<…>

Donnerstag, 13. Juni 2019

FHIR DevDays in Tweets (Tag 3)

Endspurt auf den FHIR Developer Days in Redmont! Der letzte Tag zusammengefasst in Tweets: