Mittwoch, 20. Dezember 2017
Dienstag, 21. November 2017
Bericht von den FHIR Developer Days 2017
Vom 15.-17. November 2017 haben zum vierten mal die FHIR Developer Days in Amsterdam stattgefunden.
Kein Mitglied der Community lässt sich diese Gelegenheit gerne entgehen:
Den vertraut gewordenen Namen, mit denen man über Monate hinweg im FHIR-Chat kommuniziert hat Gesichter zuzuordnen; denjenigen, die bei Problemen geholfen und beraten haben, persönlich zu danken; den Mitgliedern des FHIR-Core-Teams, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sind, Fragen zu beantworten, Unklarheiten zu beseitigen und die Welt von FHIR zu erklären, die Hand zu geben.
James Agnew formuliert es trefflich: es ist die alljährliche "health standard nerd pilgrimage" nach Amsterdam!
Die Teilnehmer spiegeln in Anzahl und Diversität die Entwicklung der FHIR-Community wieder: Aus 24 Ländern reisten in diesem Jahr 330 "standard nerds" von 140 verschiedenen Organisationen an, darunter viele große Namen wie Agfa, Cerner, IBM, Google, Microsoft, Epic, Philips und Samsung. Damit konnten die DevDays wie bereits im Vorjahr ihre Teilnehmerzahl um 50% steigern. 50% ist dabei auch der Anteil derer, die in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen haben.
Eine beliebte Tradition der DevDays sind die "Birds-of-a-feather"-Sessions, bei der sich Gleichgesinnte spontan zu einer Diskussionsrunde zusammenfinden. Diskutiert wurden in solchen ad-hoc-Sessions in diesem Jahr unter anderem die Frage nach poly-hierarchischen FHIR-Profilen, "SQL on FHIR", die Versionierung von Implementierungs-Leitfäden und die Weiterentwicklug von "R on FHIR".
Rolf Hut von der Technischen Universität Delft überzeugte mit seiner Argumentation, dass APIs es uns erlauben, Technologien zu nutzen, ohne bis ins kleinste Details verstehen zu müssen, wie diese funktionieren; dass sie uns damit eine breite Palette von Werkzeugen und Bausteinen nutzbar machen, ohne dass wir uns den endlosen Tiefen ("Turtles all the way down") verweisender Spezifikationen verlieren. Dies belegte er anschaulich mit einem Kästchen aus zusammengeworfenen Elektronikbausteinen, das Temperaturen messen, über eine LED visualisieren und als FHIR-konforme Ressource an einen Server übermitteln konnte. Zur großen Freude aller gab es insgesamt 200 Kopien dieses Kästchens, die den Teilnehmern zum ausprobieren und weiterentwickeln überlassen wurden.
Eyal Oren von Google, USA überraschte mit der Enthüllung, dass Google de-identifizierte medizinische Massendaten in FHIR-Resourcen überführt, um sie einheitlich strukturiert als Datenbasis für das Training neuronaler Netze verwenden zu können. Die Funktionsweise des maschinellen Lernens demonstrierte Oren eindrucksvoll an einem Live-System. Auch Google hatte Geschenke für die FHIR-Community im Gepäck, nämlich die Zusage, dass die von Google entwickelten FHIR-Tools im Laufe der nächsten Monate als Open Source publiziert und damit der Community zur Verfügung gestellt werden.
Grahame Grieve, einer der "Erfinder" und Produktmanager von FHIR, verschob den Fokus fort von der Technologie: Die Community sei es, so Grieve, die FHIR zu einem Erfolg mache. Er appellierte an die Nutzer von FHIR, den Standard nicht nur passiv zu konsumieren, sondern sich zu engagieren, mitzureden, Fragen zu stellen und einen eigenen Beitrag zu leisten, um FHIR besser zu machen.
Kein Mitglied der Community lässt sich diese Gelegenheit gerne entgehen:
Den vertraut gewordenen Namen, mit denen man über Monate hinweg im FHIR-Chat kommuniziert hat Gesichter zuzuordnen; denjenigen, die bei Problemen geholfen und beraten haben, persönlich zu danken; den Mitgliedern des FHIR-Core-Teams, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sind, Fragen zu beantworten, Unklarheiten zu beseitigen und die Welt von FHIR zu erklären, die Hand zu geben.
James Agnew formuliert es trefflich: es ist die alljährliche "health standard nerd pilgrimage" nach Amsterdam!
Die Teilnehmer spiegeln in Anzahl und Diversität die Entwicklung der FHIR-Community wieder: Aus 24 Ländern reisten in diesem Jahr 330 "standard nerds" von 140 verschiedenen Organisationen an, darunter viele große Namen wie Agfa, Cerner, IBM, Google, Microsoft, Epic, Philips und Samsung. Damit konnten die DevDays wie bereits im Vorjahr ihre Teilnehmerzahl um 50% steigern. 50% ist dabei auch der Anteil derer, die in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen haben.Deutschland ist nicht länger "nur Zuschauer"
Aus Deutschland nahmen über 40 Personen teil: Agfa, Gefyra, Gematik, Hasso Plattner Institut, Health-Comm, IBM, IKMB, InterSystems, LHIC, Medavis, Molit Institut, OSM, Siemens, Synedra sowie die Unis Aachen, Heilbronn, Lübeck, Köln, Bonn waren vertreten. Doch nicht nur zahlenmäßig war die deutsche Beteiligung ein großer Erfolg! So konnten die Studenten der TH Köln den begehrten "Student Award" mit nach Hause nehmen und auch der inoffizielle "Best Dressed Award", ging an die deutsche Delegation.Vollgepackt mit über 70 Tutorials, Vorträgen und Hack-a-thon-Sessions boten die DevDays erfahrenen Entwicklern eine Gelegenheit zum Austausch und ermöglichten Neulingen einen schnellen Einstieg in den FHIR-Standard.This year's winner of the #fhirdevdays17 Student Track trophy is the @th_koeln team. "Navigating complex medical data with FHIR". pic.twitter.com/95N9UTNpSe— Furore FHIR (@fhir_furore) 16. November 2017
Eine beliebte Tradition der DevDays sind die "Birds-of-a-feather"-Sessions, bei der sich Gleichgesinnte spontan zu einer Diskussionsrunde zusammenfinden. Diskutiert wurden in solchen ad-hoc-Sessions in diesem Jahr unter anderem die Frage nach poly-hierarchischen FHIR-Profilen, "SQL on FHIR", die Versionierung von Implementierungs-Leitfäden und die Weiterentwicklug von "R on FHIR".
Aufsehenerregende Keynotes
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| Zielgruppengerechtes Give-Away |
Eyal Oren von Google, USA überraschte mit der Enthüllung, dass Google de-identifizierte medizinische Massendaten in FHIR-Resourcen überführt, um sie einheitlich strukturiert als Datenbasis für das Training neuronaler Netze verwenden zu können. Die Funktionsweise des maschinellen Lernens demonstrierte Oren eindrucksvoll an einem Live-System. Auch Google hatte Geschenke für die FHIR-Community im Gepäck, nämlich die Zusage, dass die von Google entwickelten FHIR-Tools im Laufe der nächsten Monate als Open Source publiziert und damit der Community zur Verfügung gestellt werden.
Grahame Grieve, einer der "Erfinder" und Produktmanager von FHIR, verschob den Fokus fort von der Technologie: Die Community sei es, so Grieve, die FHIR zu einem Erfolg mache. Er appellierte an die Nutzer von FHIR, den Standard nicht nur passiv zu konsumieren, sondern sich zu engagieren, mitzureden, Fragen zu stellen und einen eigenen Beitrag zu leisten, um FHIR besser zu machen.
Grahame Grieve on the FHIR Foundation: "We don't just throw the specification over the wall. We care about the community" #fhirdevdays17— gefyra (@GefyraGmbH) 15. November 2017
Save the date
Der nächste Termin für die FHIR DevDays steht bereits fest: In 2018 wird es vom 19.-21. Juni erstmals eine Veranstaltung auf amerikanischem Boden in Boston geben. Im November 2018 werden dann wieder die "Original"-DevDays in Amsterdam stattfinden.Mittwoch, 15. November 2017
SAP bringt FHIR das (Ab)Rechnen bei
Nach einer ausgiebigen Phase der Analyse und Evaluation steht die Strategie von SAP fest:
Während FHIR - technologisch betrachtet - eine Ideallösung für die Kommunikation zwischen Krankenhaus-Informationssystemen und der cloud-basieren SAP S/4HANA-Plattform darstellt, so liegen die Herausforderungen vor allem darin, dass die Belange des Financial Managements im Gesundheitswesen von Internationalen Standards bisher nur minimale Unterstützung fanden.
Der Grund dafür bestand in den gravierend abweichenden Anforderungen zwischen Ländern, Versicherungsformen und Sektoren, die eine international standardisierte Lösung unerreichbar erscheinen ließen.
Dank des ausgeklügelten FHIR Conformance-Moduls ergibt sich jedoch erstmals die Möglichkeit, mit Hilfe von Constraints und Extensions diese Disparitäten standardisiert, austauschbar und maschinenlesbar abzubilden.
Für einen weltweit agierenden Konzern wie SAP die perfekte Grundlage, um systembedingte Mindestanforderungen, nationale Rahmenbedingungen sowie Spezifika der Kunden unter einen Hut zu bringen.
Die nationalen Anforderungen werden dabei von den jeweiligen HL7-Affiliates erarbeitet. Die Zusammenarbeit mit den technischen Komitees und die Verwendung nationaler FHIR-Basisprofile als Ausgangspunkt, stellt die Interoperabilität der SAP-Schnittstellen auf Landesebene sicher.
Gemeinsam mit Gefyra und dem Technischen Komitee für FHIR von HL7 Deutschland entwickelt SAP seit über einem Jahr Vorschläge, wie die Funktionalitäten von FHIR im Bereich des Financial Managements verbessert und erweitert werden können. Diese werden dann als "Change Request" eingereicht und von den jeweils zuständigen Arbeitsgruppen bei HL7 International diskutiert und beschieden.
Zahlreiche Vorschläge zur Optimierung von Account und Coverage wurden ebenfalls gutgeheißen und in den Standard übernommen.
Die nächste Aufgabe wird die Erarbeitung einer Invoice-Ressource sein, um die Erstellung von Rechnungen basierend auf den in einem Account gesammelten ChargeItems für die Abrechnung mit Patienten, Organisationen oder für die interne Leistungsverrechnung zu ermöglichen.
Mit dieser Strategie bekennt sich SAP klar zum neuen HL7 Standard FHIR. S/4HANA ist dabei nur eines von vielen Produkten aus dem SAP Portfolio, das künftig "FHIR sprechen" wird.
Weg von proprietären Schnittstellen, hin zu FHIR!
Der Grund dafür bestand in den gravierend abweichenden Anforderungen zwischen Ländern, Versicherungsformen und Sektoren, die eine international standardisierte Lösung unerreichbar erscheinen ließen.
Dank des ausgeklügelten FHIR Conformance-Moduls ergibt sich jedoch erstmals die Möglichkeit, mit Hilfe von Constraints und Extensions diese Disparitäten standardisiert, austauschbar und maschinenlesbar abzubilden.
Für einen weltweit agierenden Konzern wie SAP die perfekte Grundlage, um systembedingte Mindestanforderungen, nationale Rahmenbedingungen sowie Spezifika der Kunden unter einen Hut zu bringen.
Die nationalen Anforderungen werden dabei von den jeweiligen HL7-Affiliates erarbeitet. Die Zusammenarbeit mit den technischen Komitees und die Verwendung nationaler FHIR-Basisprofile als Ausgangspunkt, stellt die Interoperabilität der SAP-Schnittstellen auf Landesebene sicher.
Die Zusammenarbeit mit HL7 lohnt sich
Auch wenn Konzerne traditionell nicht dazu neigen, ihre Expertise unentgeltlich zu teilen, so hat SAP dennoch die Konsequenzen aus leidvollen Erfahrungen mit proprietären Schnittstellenlösungen gezogen und sich der FHIR-Community geöffnet.Gemeinsam mit Gefyra und dem Technischen Komitee für FHIR von HL7 Deutschland entwickelt SAP seit über einem Jahr Vorschläge, wie die Funktionalitäten von FHIR im Bereich des Financial Managements verbessert und erweitert werden können. Diese werden dann als "Change Request" eingereicht und von den jeweils zuständigen Arbeitsgruppen bei HL7 International diskutiert und beschieden.
Der Erfolg gibt dieser Strategie recht
So wurde zum Beispiel die ChargeItem-Ressource für den Austausch von Leistungsziffern einem solchen Vorschlag folgend in die Version STU3 des Standards aufgenommen:Zahlreiche Vorschläge zur Optimierung von Account und Coverage wurden ebenfalls gutgeheißen und in den Standard übernommen.
Die nächste Aufgabe wird die Erarbeitung einer Invoice-Ressource sein, um die Erstellung von Rechnungen basierend auf den in einem Account gesammelten ChargeItems für die Abrechnung mit Patienten, Organisationen oder für die interne Leistungsverrechnung zu ermöglichen.
Mit dieser Strategie bekennt sich SAP klar zum neuen HL7 Standard FHIR. S/4HANA ist dabei nur eines von vielen Produkten aus dem SAP Portfolio, das künftig "FHIR sprechen" wird.


